Horoskopbeispiel: Kinder - psychologisch
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ERKLÄRUNG ZUR KINDERANALYSE

Jeder Mensch ist eine Welt für sich. So wie sein Gesicht, so sind auch sein Denken und Fühlen, seine Vorstellungen, Wünsche und Träume einmalig. Jeder Mensch erlebt die Umwelt auf seine ganz spezielle Art. Sein Leben ist der Ausdruck seines Wesens. Auch Kinder sind unverwechselbare Persönlichkeiten, die ihren eigenen Weg suchen. Als Eltern können wir sie dabei unterstützen, aber wir können ihnen weder besonders steinige Wegstrecken ersparen, noch ihnen zeigen, welche Richtung sie einschlagen sollen. Was wir können, ist, sie mit all unserer Liebe begleiten, sie so annehmen, wie sie sind, und sie nicht nach unseren Vorstellungen formen wollen.

Die folgende Analyse ist ein bescheidener Versuch, die vielfältige innere Welt eines Kindes zu beschreiben, und richtet sich hauptsächlich an Eltern. Die verwendeten "Werkzeuge" sind Astrologie, Psychologie und moderne Computertechnik.

Dabei geht die Astrologie nicht davon aus, daß ein Kind bei seiner Geburt von den Sternen "geprägt" wird. Es scheint vielmehr ein Phänomen zu geben - C.G.Jung nannte es Synchronizität - wonach gleichzeitig an verschiedenen Orten Situationen mit demselben Symbolgehalt ablaufen. Das würde heißen: ein Kind mit einem bestimmten Charakter kommt zu einem ihm gemäßen Zeitpunkt mit einer zu ihm passenden Planetenkonstellation zur Welt.


Ein astrologisches Geburtsbild besteht aus Symbolen. In der folgenden Analyse wird versucht, diese Symbole in Sprache und konkrete Beispiele zu übersetzen. Um möglichst klar zu sein, sind die Beispiele manchmal eher deterministisch formuliert, und Sie müssen vielleicht dieses und jenes relativieren.


Die Aussagemöglichkeiten der Astrologie können an einem Beispiel erklärt werden. Ein Kind entwickelt im Laufe der Jahre verschiedene Persönlichkeitsteile wie Wille, Gefühle und Verstand.
Diese Teilpersönlichkeiten kann man sich als Schauspieler vorstellen, die miteinander das Bühnenstück "Leben" dieses Menschen spielen. Die Astrologie beschreibt die Schauspieler, ihre Qualitäten und Schwächen und ihre Beziehungen zueinander. Ueber das Stück, das der Regisseur daraus macht, kann die Astrologie nicht viel aussagen. Es entspricht dem freien Willen des Menschen.

Ein Kind lernt nun im Laufe seiner Entwicklung, selbst Regie zu führen über seine Schauspieler, das heißt sich seiner Qualitäten bewußt zu werden und diese aktiv einzusetzen. Als Eltern können Sie Ihrem Kind auf diesem Weg der Selbstfindung helfen, indem Sie ihm Möglichkeiten bieten, seine Schauspieler auf die Bühne zu bringen, auch wenn dies vielleicht Eigenschaften sind, die Sie persönlich nicht so hoch einschätzen. Wenn Ihr Kind auch diejenigen Seiten seines Wesens entfalten darf, die außerhalb Ihrer Zielvorstellungen liegen, kann es zu einem eigenständigen Menschen heranwachsen.
Die folgenden Seiten zeigen einerseits Themen auf, die Ihnen sehr vertraut sind, und andere, die Ihnen fremd vorkommen dürften. Daraus können Sie Unterschiede zwischen sich und Ihrem Kind klarer erkennen und vielleicht auch besser akzeptieren.

Sie werden beim Lesen vermutlich Widersprüche entdecken. Ein Beispiel: ein Abschnitt beschreibt das Bedürfnis nach einem ruhigen Zuhause, und in einem anderen Abschnitt steht, daß Ihr Kind Anregung und Abwechslung in der Familie sucht. Ein solcher Widerspruch ist sehr wohl möglich und bedeutet, daß das Kind die nicht ganz einfache Aufgabe hat, die beiden Gegensätze in sein Leben zu integrieren.


Es gibt grundsätzlich drei Entwicklungsschritte, wie ein Kind den Umgang mit einem Persönlichkeitsteil oder "Schauspieler" lernen kann. Hier eine kurze Erläuterung mit dem Beispiel "Wille":

- Passive Form: Das Kind sieht Willensstärke in anderen Menschen und erlebt Eltern und enge Bezugspersonen als willensstark.
- Aktive und nicht integrierte Form: Das Kind ist eigenwillig und versucht, seinen  Willen um jeden Preis durchzusetzen.
- Aktive und integrierte Form: Das Kind setzt seinen Willen auf eine natürliche und gesunde Art ein.
Diese drei Beispiele können sich beliebig vermischen und auch im Laufe des Lebens verlagern. Das Geburtsbild weist darauf hin, welche Bereiche ein Kind wählen wird und welche Schwierigkeiten dabei auftauchen können. Die Umwelt und besonders das Elternhaus bestimmen weitgehend deren Ausmaß.

Nun noch kurz etwas zu den "Gefahren" einer Kinderanalyse: Diese Seiten sollen nicht Ihrem Kind eine Form überstülpen und aussagen, wie Ihr Kind zu sein hat. Ihr Kind ist viel mehr, als diese Analyse zu beschreiben vermag! Auch geht es nicht um die Frage, wer die "Schuld" für Probleme im Leben eines Kindes hat. Bis zu einem gewissen Maß braucht jedes Kind Schwierigkeiten, um daran wachsen zu können. So gesehen sind Probleme immer auch Entwicklungschancen.


Kinderhoroskop - Deutung


WICHTIGE CHARAKTERZÜGE


In diesem Kapitel werden die wichtigsten Charakterzüge Ihres Sohnes aufgezeigt. Astrologisch geht es um Aszendent, Zeichen- oder Elementebetonung sowie auffällige Planetenstellungen.


Das Gewohnte und Überschaubare bietet Sicherheit


AC in Jungfrau

Der Aszendent beschreibt die Eigenschaften, mit denen ein Kind sich spontan zeigt. Dabei macht das Kind immer wieder die Erfahrung, daß sein Bezug zur Umwelt gut funktioniert, wenn es sich mit diesen Qualitäten zeigt. So legt es sich mit der Zeit eine bestens durchtrainierte Verhaltensweise zu, mit der es sich sicher und vertraut fühlt. Gleichzeitig wird es auch selber die Umwelt durch diese "Maske" oder "Brille" betrachten, das heißt, es filtert sozusagen die Qualitäten des Aszendenten aus der Vielfalt der Umwelteindrücke heraus und sieht diese verstärkt.

Mit dem Aszendenten in der Jungfrau wirkt Ihr Sohn schon als kleiner Junge ruhig und vernünftig. Er schätzt einen geordneten Tagesablauf. Seine Spielzeugautos und Kuscheltiere müssen beispielsweise in einer ganz bestimmten Reihenfolge aufgestellt werden. Es stört ihn, wenn Dinge oder Möbel nicht am gewohnten Ort stehen.

Ihr Sohn beobachtet seine Umwelt sehr genau. Auch scheinbar belanglose Kleinigkeiten springen ihm ins Auge. Wegen seinem eher ruhigen und unauffälligen Äußeren unterschätzt man ihn gerne. Denn auch wenn er sich kaum lautstark durchsetzt und in den Mittelpunkt stellt, sondern eher scheu und bescheiden wartet, so entgeht ihm nichts, und er nimmt die Eindrücke mit all seinen Sinnen wahr. Alles, was er hört und sieht, versucht er mit seinem Verstand zu begreifen und zu ordnen. In seiner Vorstellung hat alles seinen Platz, ähnlich wie in einem Lagerhaus. Neue Eindrücke verarbeitet er, indem er sie als Tatsachen akzeptiert und eine geeignete "Schublade" dafür schafft.

Es geht ihm also nicht so sehr um ganzheitliche Zusammenhänge, um Ideen und Ideale, sondern vielmehr um ein pragmatisches Bestreben, die Dinge zu begreifen. Dabei heißt für ihn "begreifen", etwas mit Händen greifen und es so zu verstehen. Ihn beeindruckt das Konkrete, Materielle. Seine Reaktionen sind auf das Praktische ausgerichtet. Es ist sehr wohl möglich, daß ihn das Innenleben der Waschmaschine weit mehr interessiert als Dornröschen oder Rotkäppchen. Er will wissen, wie die reale Welt funktioniert, und er neigt zu einer starken Sachbezogenheit.

Seine fast etwas altklugen Bemerkungen und seine vernünftigen Reaktionen können täuschen, entsprechen sie doch äußeren Verhaltensweisen und haben wenig mit dem wahren Wesen von Ihrem Sohn zu tun. Gerade deshalb ist es wichtig, ihn zu Großzügigkeit, Spontanität, Spiel und Risiko zu ermuntern, damit seine ordnenden und absichernden Tendenzen ihn nicht auf ein festgelegtes Geleise bringen und zu einem kleinen Pedanten werden lassen.


Realität und materielle Welt



ERDE-Element stark betont

Schon als kleines Kind liebt Ihr Sohn einen geregelten Tagesablauf, Ruhe und Ordnung. Auf allzu viel Besuch und Aufregung reagiert er als Baby mit Schreien, später wird er leicht mürrisch und weinerlich. Am liebsten ist ihm eine vertraute Umgebung, vertraute Menschen und die Sicherheit, zu wissen, was als nächstes geschieht, wann man auf den Spielplatz geht, zu essen bekommt, aufsteht oder zu Bett geht.

Außerhalb seines Bettchens schläft er kaum ruhig und braucht zumindest die eigene Decke oder seine Kuscheltiere. Töne und Gerüche sind für ihn genauso wichtig wie das Sichtbare und gehören zur gewohnten Umgebung. Eine vertraute Melodie aus der Musikdose oder ein Tropfen aus der Parfumflasche der Mutter auf das Kuscheltüchlein geben Ihrem Sohn ein Gefühl der Sicherheit. Wenn Sie Möbel umstellen, in die Ferien verreisen oder andere Veränderungen vornehmen, so ist er kaum sehr davon angetan.

Ihr Sohn braucht viel Körperkontakt und will gehalten und gestreichelt werden. Das heißt nicht, daß er ein ausgesprochenes Schmusekind ist; doch verlangt er immer wieder nach Berührung, und sei dies eine Rückenmassage oder das Einreiben von Sonnenmilch. Er nimmt die Umwelt vorwiegend über die Sinne wahr. Er möchte die Dinge anfassen, daran riechen und - zumindest als kleines Kind - alles in den Mund nehmen. Viel wichtiger als Erklärungen ist der Sinneseindruck. Sie können also lange sagen, daß der Kaktus sticht, erst wenn Ihr Sohn ihn selber angefaßt hat, nimmt er die Tatsache wirklich zur Kenntnis.
Dinge anfassen dürfen ist für ihn sehr wichtig. Mit Erde, Sand und Wasser, Teig oder anderen Knetmassen spielt er vermutlich ausgiebig und gern.

Da er alles in die Hände nehmen und genau betrachten will, wirkt er manchmal etwas langsam. Vor allem wenn Sie als Eltern spontan und schnell sind, kann Ihr Sohn ganz schön an Ihren Nerven reißen, beispielsweise wenn Sie einen Termin haben und Ihr Sohn die Schuhe mit einer unglaublichen Bedächtigkeit anzieht. Doch lassen Sie ihm Zeit! Wenn nicht in Situationen wie der beschriebenen, so doch, indem Sie ihn ungestört spielen lassen, ihn nicht unterbrechen und ihn beim morgendlichen Anziehen oder beim Zähneputzen nach Belieben trödeln lassen. Indem er mit alltäglichen Dingen wie der Zahnbürste herumspielt und dieses und jenes ausprobiert, entwickelt er einen stabilen Bezug zur Realität und zur materiellen Welt. Und dies ist für ihn eine der wichtigsten Lebensgrundlagen.



Der intellektuelle Bereich hat zentrale Bedeutung


Merkur ist stark gestellt

Für Ihren Sohn sind Denken, Sprache und Wissen zentrale Lebensbereiche. Als Kleinkind dürfte er früh mit Sprechen beginnen und voll Neugierde den Kontakt zu seiner Umwelt suchen. Vermutlich fragt er mehr, als Ihnen manchmal lieb ist, und zeigt ein waches Interesse für die verschiedensten Bereiche. Er braucht immer wieder neue geistige Anregung, um seinen intellektuellen Fähigkeiten entwickeln zu können.



Autorität und Struktur sind wichtig


Saturn ist stark gestellt

Ihr Sohn möchte eine Autorität sein. Schon als kleines Kind bewundert er deshalb seinen Vater. Später kommen Lehrer und andere Autoritätspersonen dazu. Sofern Ihr Sohn mit Autorität keine schlechten Erfahrungen machen muß, versucht er schon bald, "seinen Mann zu stellen". Er möchte etwas leisten und verfolgt seine Ziele mit Disziplin und Ausdauer. Schon früh steht er mit beiden Beinen auf dem Boden der Wirklichkeit und "vergißt" vielleicht manchmal das Träumen und Spielen. Sein ausgeprägtes Pflichtbewußtsein läßt ihn oft über sein Alter hinaus vernünftig und erwachsen erscheinen.



Geschick und Charme in der Gesellschaft


Jupiter in Konjunktion zum MC

Ihr Sohn geht voller Optimismus, Großzügigkeit und Offenheit auf die Welt zu. Er will hinaus und unter Menschen, um Erfahrungen zu sammeln. In Gesellschaft vieler fühlt er sich wohl und erlebt immer wieder, wie andere mit derselben Offenheit und Toleranz auf ihn zukommen. So lernt er auch schnell, sich mit Charme und Geschick in der Gesellschaft zu bewegen und seine Vorteile zu nutzen. Ohne oder mit nur geringen Hemmungen tritt er der Welt entgegen. Ob in der Schule oder im späteren Berufsleben, Ihr Sohn verfügt über eine strahlende Selbstsicherheit und einen ungebrochenen Optimismus, der sich zeigt, sobald er aus dem engeren Familienkreis heraustritt.

Da er sich vor allem im gesellschaftlichen Umfeld sehr offen zeigt und dadurch viele neue Erfahrungen machen kann, sollte ihm auch immer wieder die Gelegenheit dazu geboten werden. Jugendgruppen oder Vereine können ihm neben der Schule weitere Möglichkeiten bieten.

Trotzdem oder gerade weil Ihr Sohn im gesellschaftlichen Bereich grundsätzlich viele positive Erfahrungen macht, neigt er zum Übertreiben. Er möchte mehr, und dieser unersättliche Erlebnishunger kann es ihm schwer machen, Grenzen zu sehen, sei dies, indem er sich zuviel aufbürdet, zu sehr nach Anerkennung lechzt oder die eigene Meinung als absolute Wahrheit betrachtet. Immer braucht er hier den mäßigenden Einfluß des Elternhauses.



Die Entfaltung einer zielstrebigen Persönlichkeit


Sonne in Steinbock

Mit zunehmendem Alter entwickelt Ihr Sohn als sogenannter "Steinbock" immer mehr die Eigenschaften dieses Zeichens. So dürfte er im Laufe des Schulalters und vor allem während der Pubertät zu einer zielstrebigen und pflichtbewußten Persönlichkeit heranwachsen. Sachlichkeit und Vernunft nehmen zu.

Ihr Sohn akzeptiert Hierarchien und Strukturen, sofern sie gerechtfertigt sind. Lehrern, die über Wissen und pädagogische Fähigkeiten verfügen, bringt er Achtung und Bewunderung entgegen. Er bemüht sich, selber zu einer Persönlichkeit zu werden, der man mit Respekt und Achtung begegnet, was vor allem für die Berufswahl zu einer zentralen Motivation werden kann. Die kindliche Spontanität weicht einer ernsten Zurückhaltung, Gründlichkeit und Ausdauer.



DIE INNERE WELT DER GEFÜHLE


Ein Kind lebt und reagiert zu einem großen Teil aus dem Gefühl heraus. Wille, Verstand, Tatkraft und vieles mehr entwickeln sich erst mit den Jahren. Die Fähigkeit, durch Weinen Gefühle auszudrücken, ist jedoch von Geburt an da, und schon nach wenigen Wochen lächelt das Baby, um sein Wohlbehagen kundzutun.

Dieses Kapitel über die Gefühlswelt ist also vor allem im Kleinkind- und Vorschulalter von zentraler Bedeutung. Es zeigt aufgrund der Mondstellung im Geburtsbild Ihres Sohnes auf, was er braucht, um sich wohl zu fühlen und wie er spontan "aus dem Bauch" auf die Umwelt reagiert. Vor allem als Kleinkind zeigt er die Mondeigenschaften stark. Im Laufe des Schulalters werden diese langsam von den in den anderen Kapiteln beschriebenen Qualitäten überlagert, wobei sie im spontanen und gefühlsmäßigen Bereich immer einen Teil seiner Persönlichkeit ausmachen werden.



Regeln im Alltag schaffen Wohlbefinden


Mond in Steinbock

Ihr Sohn hat ein ausgesprochenes Bedürfnis nach Beständigkeit und braucht ein geordnetes Umfeld, um sich wohl zu fühlen. Ein geregelter Tagesablauf mit festen Essens- und Schlafenszeiten gibt ihm Sicherheit. Vor allem als Kleinkind dürfte er auf Unterbrechungen vom gewohnten Rhythmus empfindlich reagieren. Um sich so richtig entspannen zu können, muß er die Gewißheit haben, daß alles um ihn herum im bekannten Rahmen verläuft.

Geborgenheit findet er in einer vertrauten Umgebung. Es geht ihm dabei nicht so sehr um eine harmonische und schöne Atmosphäre, als vielmehr darum, die Regeln zu kennen und zu wissen, daß die Mutter beispielsweise um elf Uhr in die Küche geht und das Mittagessen zubereitet und Freitags Wäsche bügelt. Solche äußeren Strukturen geben ihm Halt. Jeder Wechsel, vor allem, wenn er unvorbereitet kommt, verunsichert ihn. Er schätzt es nicht, immer wieder von einem anderen Babysitter betreut zu werden oder einmal hier und einmal dort zu schlafen. Auch möchte er sein Zimmer so behalten, wie es ist, möglichst ohne daß Möbel umgestellt oder andere Veränderungen vorgenommen werden.

Ihr Sohn ist ein eher zurückhaltendes Kind. Er läßt sich nicht einfach von einem freundlichen Wort oder einem Schokoladenstengel einnehmen, sondern bleibt erst einmal in kühler Distanz. Sein Vertrauen muß verdient werden. So wirkt er zwar wenig spontan und kontaktfreudig, wählt sich jedoch seine Bezugspersonen früh schon selbst aus. Hat er einmal mit jemandem Freundschaft geschlossen, so läßt er ihn nicht so schnell wieder fallen.

Grundsätzlich reagiert Ihr Sohn langsam und gründlich. Was er tut, hat "Hände und Füße". Er neigt dazu, ein eher ernstes Kind zu sein, das früh schon Verantwortung übernehmen und etwas leisten will. Deshalb ist es wichtig, daß Sie als Eltern Ihren Sohn immer wieder zeigen, daß Sie ihn vorbehaltlos gern haben. Er hört es sehr gut, wenn Sie Bedingungen an Ihre Zuneigung knüpfen und ihm beispielsweise sagen, daß Sie ihn nur gern haben, wenn er dieses oder jenes tut. Solche Aussagen nimmt er ernst und bemüht sich, Ihren Wünschen nachzukommen. Da er bereits von sich aus zur Annahme neigt, daß Liebe und Leistung eng miteinander verknüpft sind, besteht leicht die Gefahr, daß Ihr Sohn sich nur als liebenswert empfindet, wenn er etwas dafür leistet.

Zeigen Sie ihm deshalb immer wieder, daß Sie ihn einfach als Ihren Sohn gern haben, unabhängig davon, was er gerade tut. Dies heißt nicht, daß Sie ihm alles durchlassen sollen, aber machen Sie Ihre Zuwendung nicht abhängig von seinem Gehorsam. Es ist für Ihren Sohn noch wichtiger als für andere Kinder, die Sicherheit entwickeln zu können, um seiner selbst willen geliebt zu werden. Nur so lernt er, seine Zurückhaltung zu überwinden. Er braucht eine warme Atmosphäre, um seine Gefühle zu zeigen und Nähe zuzulassen.

Ihr Sohn schätzt klare Regeln. Er fühlt sich wohl, wenn er weiß, was von ihm erwartet wird. Strukturen geben ihm Sicherheit. Schon früh bemüht er sich auch selber darum. Indem Sie der Tüchtigkeit und dem Leistungswillen von Ihrem Sohn vertrauen und ihn vor allem im schulischen Bereich nicht noch zusätzlich anspornen, lernt er, Verantwortung zu übernehmen, ohne unter einem inneren oder äußeren Leistungsdruck zu geraten. Ihr Sohn entwickelt von sich aus ein ausgeprägtes Pflichtgefühl, das nicht noch von der Umwelt verstärkt werden sollte. Er braucht ein Elternhaus, das ihn spielen und Kind sein läßt. Gerade weil Ihr Sohn so vernünftig und fast altklug wirkt, könnte die Versuchung groß sein, ihm zuviel Verantwortung zu übertragen.

Verantwortung für das eigene Wohlbefinden


Mond in Sextil zu Saturn

Eine sich früh schon abzeichnende Seite von Ihrem Sohn ist ernst und gewissenhaft. Mit großer Selbstverständlichkeit sucht er Strukturen und Formen für den Alltag und sorgt so für das eigene Wohlbefinden. So müssen beispielsweise alle Stofftiere und Puppen in einer bestimmten Reihenfolge daliegen, damit Ihr Sohn unbekümmert einschlafen kann.

Auch für andere sorgt Ihr Sohn gerne. In den ersten Lebensjahren kommt diese mütterlich-besorgte Seite in Spielen mit Stofftieren zum Ausdruck, später ist die Betreuung eines eigenen Tieres oder eine Arbeit als Babysitter denkbar. In solchen Momenten zeigt sich Ihr Sohn fürsorglich und pflichtbewußt wie eine kleine Mutter.



KOMMUNIKATION - DENKEN - LERNEN


Merkur symbolisiert den Bereich der Persönlichkeit eines Kindes, der mit Denken, Sprechen und Lernen in Zusammenhang steht. Die Stellung des Merkur in einem Geburtsbild gibt Aufschluß über die Denkweise des Betreffenden, über bevorzugte Interessen und Lernmethoden, sowie über sprachliche und rhetorische Fähigkeiten.


Gründlich im Denken und Lernen


Merkur in Steinbock

Ihr Sohn ist ein gründlicher und sachlicher Denker. Kaum daß er sprechen kann, will er gewisse Dinge ganz genau wissen. So fragt er vielleicht hartnäckig immer wieder dasselbe, bis er es begreift. Für ihn ist "Begreifen" auch wörtlich zu nehmen; er begreift und versteht die Dinge, wenn er sie anfassen kann. Im Schulalter spricht ihn gleichermaßen alles Konkrete an.
Neues lernt er am besten durch Beobachten und Probieren. Abstrakte Theorien liegen ihm weniger, außer sie dienten einem ganz bestimmten Zweck. Ihr Sohn braucht ein Ziel, um lernen zu können. Scheint ihm etwas vernünftig und erstrebenswert, so ist dies für ihn die beste Motivation, es zu tun. Die Frage nach dem Warum hat für ihn zentrale Bedeutung.

In seinen sprachlichen Äußerungen dürfte Ihr Sohn eher zurückhaltend sein. Er ist kein spontaner Erzähler, sondern beschränkt sich auf das Notwendige und überlegt, bevor er etwas sagt. Es ist ihm wichtig, daß Sie ihm zuhören und ihn ernst nehmen. Er übertreibt auch kaum oder phantasiert das Blaue vom Himmel herunter. Eher wirkt er fast altklug mit seinen sachlichen Äußerungen.


Die Fähigkeit zu klaren und sachlichen Überlegungen


Merkur in Sextil zu Saturn

Was Ihr Sohn erzählt, hat "Hand und Fuß". Er sprudelt kaum einfach drauflos, sondern überlegt, was er sagt. Er stellt den Anspruch an sich und an andere, daß man auf das Gesagte bauen kann. Auch in der Schule ist er bestrebt, möglichst gute Leistungen zu erbringen. Aus dieser Motivation kann er mit Geduld und Ausdauer lernen und sich ein fundiertes Wissen aneignen.

Er denkt ernsthaft über vieles nach. Auch wenn er eher zurückhaltend ist, sollten Sie seine Fragen gründlich beantworten. Schon im Vorschulalter mag er sich für Fachwissen interessieren. Bücher über das Leben von Tieren, über Länder, Berufe oder andere "konkrete" Dinge dürften ihn sehr faszinieren.



SCHWIERIGKEITEN UND CHANCEN


Jeder Mensch hat Stärken und Schwächen. Die Stärken sind uns als Geschenke mit in die Wiege gelegt worden, und wir nehmen sie als selbstverständlich hin und genießen sie. Die Schwächen sind gerade durch ihr Stören Anreiz zu Veränderungen. Wir stolpern so oft darüber, daß wir - vielleicht - unsere ganze Energie einsetzen, um die Schwäche in eine Stärke zu wandeln, die dann oft wirkungsvoller eingesetzt werden kann als ein angeborenes Talent, weil sie viel mehr "von Herzen kommt". Oder mit einem Zitat von Richard Bach, dem Autor der Möwe Jonathan: "Wir suchen Probleme, weil wir ihre Geschenke brauchen!"

So wie im Laufe der Kindheit die Fähigkeiten immer mehr zutage treten, so kristallisieren sich auch schwierigere Charaktereigenschaften heraus. Je nachdem, wie die Umwelt und insbesondere die Eltern darauf reagieren, lernt das Kind, seine Schwierigkeiten zu akzeptieren und daran zu wachsen oder aber sie zu verdrängen.

Im folgenden werden einige Charakterzüge Ihres Sohnes beschrieben, die mit großer Wahrscheinlichkeit nicht einfach zu bewältigen sind, die aber gerade deshalb ein enormes Potential enthalten, das zur Entfaltung drängt.


Von innerer Unruhe getrieben


Uranus in Opposition zum Mondknoten

Ihr Sohn mag oft sehr lebhaft und auch unruhig sein. Vermutlich verweilt er sich nur kurze Zeit mit demselben Spielzeug und hat auch in der Schule einige Mühe, sich einzuordnen, still zu sitzen und sich zu konzentrieren. Immer in Bewegung, Neues ausprobieren oder durch auffälliges Verhalten die Aufmerksamkeit auf sich lenken liegt seinem Wesen näher. So ist er kaum ein "einfaches" Kind und es dürfte ziemlich anstrengend sein, ihn vor Gefahren zu bewahren. Vielleicht braucht er außergewöhnlich wenig Schlaf, hat Einschlafschwierigkeiten oder neigt ganz allgemein zu einem nervösen Verhalten. Auch ein Streben nach einer Sonderstellung oder -behandlung ist denkbar. All dem liegt ein enormes Bedürfnis nach Anregung und Freiraum sowie die ständige Befürchtung, etwas zu verpassen, zugrunde.

Wenn Sie also auf die eine oder andere Art versuchen, ihn zu beruhigen, so erreichen Sie damit langfristig kaum etwas. Ihr Sohn braucht viel Spielraum. Wenn er selber experimentieren darf, so fühlt er sich in seinem Element, egal ob dies nun Basteln, Kochversuche, eine außergewöhnliche Kleidung, eine neue "Erfindung" oder noch weitaus verrücktere Ideen sind. Ihr Sohn hat viele außergewöhnliche Einfälle. Indem er diese auch umsetzen darf, legt sich seine innere Unruhe. Durch ständiges Improvisieren und die Entdeckung neuer Zusammenhänge stillt er seinen Durst nach Anregung und lernt immer besser, die Grenzen der Realität anzuerkennen, indem er beispielsweise die Eigenschaften von Bastelmaterialien geschickt einsetzt oder im Umgang mit den Mitmenschen rücksichtsvoller wird.

Er mag es nicht, mit anderen verglichen zu werden, denn er will ein einmaliges Individuum sein und legt Wert auf die Betonung seiner Eigenart. Gesetze und Normen sind ihm ein Dorn im Auge und aus seiner Sicht nur dazu da, um gebrochen zu werden. Sie können ihm auch diese Erfahrung kaum ersparen. Doch unterstützen Sie ihn sehr, wenn Sie ihn nicht in Watte verpacken, sondern bei vielen kleinen Dingen die Grenze immer wieder überschreiten und sich die Finger verbrennen lassen. Auch wenn dies hart klingt, so lernt er doch nur durch eigene Erfahrung, den Sinn von Regeln und Verboten anzuerkennen. So kann er zu einem unabhängigen und experimentierfreudigen jungen Erwachsenen heranwachsen, der als kleines Kind fast alles ausprobieren durfte, und nicht mit einem Nachholbedürfnis, sondern mit viel Erfahrung ins Erwachsenenalter eintritt.



Vom Gruppenmitglied zum Einzeldarsteller


Mondknoten im 5. Haus

Vor allem in den ersten sieben Lebensjahren fühlt Ihr Sohn sich in Gruppen ausgesprochen wohl. Freundschaften sind wichtig, und er ist in einem Kreis von "Gleichgesinnten" fast ebenso zuhause wie in der eigenen Familie. Dieses Gruppenumfeld ist ihm auf eine seltsame Art vertraut, auch wenn er dort keine ausgesprochen positiven Erfahrungen machen kann. Im Gegenteil erlebt er immer wieder Enttäuschungen von Kollegenkreisen. In einem lebenslangen Prozeß wird er sich immer wieder Situationen schaffen, die ihn aufzufordern scheinen, nun endlich aus der einengenden Interessengemeinschaft herauszutreten und seinen eigenen Weg zu gehen. So lernt er, nicht so sehr Teil eines Kollektives zu sein, sondern sich als eigenständiges Individuum auf der Lebensbühne darzustellen.


DER WEG ZUR EIGENVERANTWORTUNG


Um wachsen zu können, braucht ein Baby den Schutz und die Sicherheit der Mutter. Sein Rücken ist weich und biegsam und es muß gestützt und gehalten werden. Doch schon bald hebt es den Kopf, sitzt, steht und läuft selber. Nach wenigen Jahren sind sein Rücken und seine Beine kräftig geworden und es braucht die körperliche Unterstützung seiner Eltern nicht mehr.
Die psychische Entwicklung eines Kindes verläuft grundsätzlich ähnlich, wenn auch wesentlich langsamer. Ein Kleinkind beginnt sich von der Mutter zu lösen. Es beginnt, eigenen Willen zu entwickeln und einen eigenen Weg zu gehen. Im Laufe der Kindheit übernimmt es immer mehr die Verantwortung für sein Leben. Es setzt Strukturen und Ziele und baut vermehrt auf seine eigenen Fähigkeiten. So braucht es immer weniger den Halt der Eltern und steht schließlich als erwachsener Mensch auch im übertragenen Sinne auf eigenen Beinen.

Damit diese Entwicklung ungestört ihren Lauf nehmen kann, braucht ein Kind das Vorbild seiner Eltern, die ihm immer wieder vorleben, wie man sein Leben strukturiert und Verantwortung trägt, und die ihm auch die nötigen Übungsmöglichkeiten bieten.
Im Geburtsbild ist es der Saturn, der diesen Prozeß im körperlichen sowie im seelischen Bereich symbolisiert. Die Stellung des Saturn sagt aus, welche Lebensbereiche ein Kind für diesen Entwicklungsprozeß bevorzugt.



Klare Verhältnisse stärken das Selbstvertrauen


Saturn im 2. Haus

Eigentum ist für Ihren Sohn schon in den ersten Lebensjahren von zentraler Bedeutung. Zu einem eigenen Ich gehört gemäß seiner Empfindung nicht nur der eigene Körper und die eigene innere Welt der Vorstellungen, Gedanken und Emotionen, sondern er bezieht auch seine Spielsachen, sein Bettchen, Kleider und vieles mehr mit ein.

Er empfindet seinen Besitz als einen Teil von sich. Wer in sein "Revier" eindringt und ihm etwas streitig macht, greift ihn persönlich an. Es geht Ihrem Sohn nicht darum, sehr viel sein eigen zu nennen, sondern er braucht stabile und unantastbare Besitzverhältnisse, wie Spielsachen, die nur ihm gehören, ein eigenes Zimmer oder zumindest eine eigene Spielecke.
Wenn er immer wieder erfährt, daß Sie sein Eigentum respektieren, gewinnt er innere Sicherheit. Umgekehrt fühlt er sich verletzt, wenn Sie seine Sachen aufräumen und beispielsweise die gesammelten Schneckenhäuschen wegwerfen.

Ihr Sohn entwickelt früh ein Verantwortungsbewußtsein für sein Eigentum. Dies mag sich darin zeigen, daß er seine Spielsachen aufräumt, sein Fahrrad pflegt, dafür sorgt, daß er ausgeliehene Bücher wieder zurückerhält, oder sie gar nicht ausleiht. Auch eigenes Taschengeld dürfte er sorgfältig verwahren. Vielleicht sammelt er Dinge, die er ordnen und verwalten kann, beispielsweise Briefmarken.

Geben Sie ihm Gelegenheit, für das Eigene zu sorgen, dem Alter entsprechend auch für seine Kleider und das eigene Zimmer. Dabei ist es wichtig, daß Sie ihn weder überfordern noch durch allzu viele Vorschriften einengen, sondern ihm mehr beratend zur Seite stehen. Indem er einen immer größer werdenden Bereich als sein Eigen selbständig handhabt, wächst seine innere Sicherheit und sein Selbstwertgefühl.

Ihr Sohn benötigt nicht nur die Sicherheit, über ein materielles "Revier" verfügen zu können, sondern er braucht für eine gesunde Entwicklung auch einen sicheren Platz in Ihrem Herzen. Er hat leicht das Gefühl, nicht einfach als Ihr Sohn liebenswert zu sein. Bemerkungen Ihrerseits, daß Sie ihn nur gern haben, wenn er dies oder jenes tut, den Teller aufißt oder sich anständig benimmt, graben sich tief ein und geben seiner Neigung, den eigenen Wert in Frage zu stellen, immer wieder neue Nahrung. Er bemüht sich dann, es Ihnen so recht wie möglich zu machen. Dies heißt nicht, daß Sie ihn nicht strafen sollen, aber machen Sie Ihre Liebe nicht von seinem Verhalten abhängig. Nehmen Sie ihn in den Arm und erklären Sie ihm liebevoll, was er falsch gemacht hat und warum er nun diese oder jene Strafe, zum Beispiel Hausarbeit, absitzen muß. Und sagen Sie ihm auch, daß Sie ihn trotzdem gern haben.

Wenn er immer wieder erfahren kann, daß ein Platz in Ihrem Herzen ihm gehört, egal, was er tut, lernt er, sich selber mit der gleichen liebevollen Haltung zu akzeptieren und zu schätzen, wie Sie es ihm gegenüber tun. Dies verleiht ihm Sicherheit und ein solides Fundament für sein späteres Leben.


Eine harte Einsatzbereitschaft


Mars in Konjunktion zu Saturn

Ihr Sohn zeigt schon früh eine ausgeprägte Durchsetzungskraft. Hat er sich etwas vorgenommen, so wird das Ziel mit erstaunlicher Selbstdisziplin und Ausdauer angestrebt. Sie dürften oft einen harten Stand haben, wenn Sie Ihrem Sohn Grenzen setzen müssen. Doch ist es genau dieser Widerstand, den Ihr Sohn braucht, damit er mit seinem starken Tatendrang und seiner außergewöhnlichen Einsatzbereitschaft nicht auf Biegen und Brechen durch die Wand stößt, sondern lernt, den Kampf mit fairen Mitteln zu führen.

Auch sportliche Betätigung oder ein konkretes Seilziehen geben ihm die Möglichkeit, seine herausfordernde Grundstimmung in sinnvolle Kanäle zu lenken. Ihr Sohn braucht immer wieder Gelegenheit, seine Kraft zu beweisen. Wenn Sie ihm ein dem Alter entsprechendes Maß an Verantwortung übertragen, stärkt dies sein Selbstvertrauen. Aufgaben, in denen er sich bewähren kann, geben ihm das Vertrauen, es selbst auch einmal zu einer Autorität zu bringen.

Ihr Sohn stellt hohe Anforderungen an sich, an seine Selbstdisziplin und Leistungsfähigkeit. Wenn auch Sie für Ihren Sohn ehrgeizige Ziele verfolgen und ihn zu besseren Ergebnissen anspornen, so stellt sich Ihr Sohn unter allzu hohen Leistungsdruck. Ehrgeiz und Härte gegen sich selbst und gegen andere lassen ihn einsam und verschlossen werden. Ihr Sohn hat selbst so viel Pflichtbewußtsein und "Arbeitswut", daß er von Ihnen eher eine Ermunterung zu Spiel, Spaß und Genuß braucht.

Lassen Sie ihn Kind sein und seine weiche Seite leben, so daß er seinen Tatendrang mit Einfühlungsvermögen und Fairneß auslebt. So kann sich seine Anlage zu zielgerichteter Arbeit und hoher Leistung entfalten. Wenn er lernt, Herz und Verstand mit einzubeziehen, so steht ihm als Erwachsener die Tür zu einer führenden beruflichen Stellung mit viel Verantwortung offen.



Beziehung bedeutet Sicherheit


Venus in Sextil zu Saturn

Ihr Sohn sucht in der Beziehung zu Eltern und anderen Erwachsenen vor allem Sicherheit. Freundschaften sind für ihn keine Eintagesangelegenheiten, im Gegenteil fühlt er sich Kameraden gegenüber verantwortlich und unterstützt sie nach Kräften. Mit großer Selbstverständlichkeit übernimmt er in Kinderfreundschaften eine fürsorglichen Rolle. Andererseits ist er neuen Bekanntschaften gegenüber eher zurückhaltend und fällt nicht gleich jedem um den Hals.


BEREITSCHAFT FÜR NEUE ERFAHRUNGEN


So wie der Saturn den inneren erhobenen Zeigefinger oder die "Peitsche" im Leben eines Menschen symbolisiert, so steht der Jupiter für das "Zuckerbrot". Er vertritt das Bestreben eines Kindes, körperlich und geistig zu wachsen, sich voll Vertrauen und Optimismus ins Leben einzugeben und durch ständig neue Erfahrungen zu einem reifen Menschen heranzuwachsen. Wie also bildlich gesprochen die "Peitsche", das heißt Pflichtgefühl, Disziplin und Zielstrebigkeit, ein Kind in seiner Entwicklung vorwärts treibt, so lockt das "Zuckerbrot" das Kind in neue Erfahrungen.

"Zuckerbrot" sind diejenigen Bereiche, in denen einem Kind einfach alles gelingt, es von den Eltern und der Umwelt ein positives Echo erhält und ihm so der Erfolg fast von allein zufällt.

Im folgenden werden diese Bereiche beschrieben, in denen Ihrem Kind gemäß der Stellung des Jupiters vieles sehr leicht fällt, es keine Grenzen und Einschränkungen kennt und deshalb auch Gefahr läuft, zu übertreiben, oder in einer Art Glückserwartung darauf vertraut, daß jemand anderer ihm das Gewünschte anbietet.



Eine ausgeprägte Vorstellungskraft


Jupiter im 9. Haus

Ihr Sohn hat seine eigenen Ansichten. Früh schon bewundert er Menschen, die sagen, was sie meinen, und versucht, es ihnen gleichzutun. Tatsachen sind für ihn nicht einfach Tatsachen, die er als solche zur Kenntnis nimmt, sondern er versucht immer wieder, diese in einen größeren Zusammenhang zu stellen. So sieht er in einem Frosch leicht einen verzauberten Prinzen, oder er malt sich aus, wie er den Frosch zu dessen Familie begleiten oder für ihn einen Teich graben würde.

Auch in den kleinsten Begebenheiten sucht er einen Sinn und inneren Zusammenhang, so daß sein tägliches Leben in seinem Innern zu einem farbigen und schillernden Kaleidoskop wird. Es macht ihm Spaß, die Realität mit seinen eigenen Bildern und Fantasien zu dramatisieren.

Für weltanschauliche Vorstellungen sowie für Mythologie und religiöse Geschichten ist er sehr empfänglich. Er baut sie gewissermaßen in seine eigenen Vorstellungen ein. Dogmatische Glaubenssätze erkennt er jedoch schon früh als einengend und verwirft sie. Grundsätzlich sucht er nach immer neuen Erfahrungen, die er in seiner Vorstellungskraft nach einem Sinn hinterfragen kann. Deshalb mögen seine Ansichten sich dauernd verändern. Er weigert sich, etwas als absolute Wahrheit anzunehmen, seien dies nun kirchliche Dogmen oder elterliche Leitsätze.

Jedes neue Erlebnis ist willkommen. Im Schulalter und in der Pubertät könnte sich dies in einem Bestreben, die eigenen Grenzen zu sprengen und "Neuland" zu erobern, zeigen. Auch eine Faszination für alles Fremdländische ist denkbar.
Wenn Ihr Sohn dabei allzu sehr jedes Maß vergißt, werden Sie als Eltern in die Rolle des Bremsers treten und ihn mit den Konsequenzen seines Verhaltens konfrontieren müssen. Dabei ist es wichtig, daß Sie nicht einfach Nein sagen, sondern daß Sie Ihren Sohn so beeinflussen, daß er selbst zur Einsicht gelangt.

Sein eigenes inneres Feuer ist so stark, daß er sich nur schwer durch äußere Gebote lenken läßt, sondern vorwiegend aus der eigenen Überzeugung handelt. Aus diesem Grund sollten Sie in jedem Alter auf seine Ansichten eingehen und ihn durch Meinungsaustausch zu leiten versuchen.


Jupiter ist nicht aspektiert

Das Positive sehen lernen

Alles Positive, die Bereiche, in denen Ihr Sohn gelobt und gefördert wird, sind für ihn wie weit entfernte Inseln, von denen es kaum eine Verbindung zum gewöhnlichen Alltag gibt. Was ihm neue Horizonte erschließt, ihn spielend lernen und neue Erfahrungen machen läßt, scheint ihm ungeeignet für die weniger aufregenden Bereiche seines Lebens und er hat Mühe, die erlebte Weite als zu ihm gehörend zu akzeptieren. Wenn Sie ihm neue Erfahrungen in möglichst vielen verschiedenen, alltäglichen Situationen vermitteln können, so unterstützt dies seinen Entwicklungsprozeß, die optimistische und erfahrungsfreudige Seite seines Wesens als einen Teil von sich anzuerkennen und in sein Leben einzubeziehen.


ABSCHLIESSENDE BEMERKUNGEN

Diese Seiten sollen nicht sagen: "So ist Ihr Sohn! Dieses und jenes tut er, und so denkt er!", auch wenn es von der Formulierung manchmal diesen Eindruck erwecken könnte. Diese Seiten enthalten einen Überblick über die Symbolik der Planeten, wie sie zum Zeitpunkt und am Ort der Geburt von Ihrem Sohn am Himmel standen.

Laut Erfahrung und Statistik gibt es Parallelen zwischen Planetenkonstellationen und Charakterzügen. Man kann sie als Wegweiser durch die unzähligen Aspekte der Persönlichkeit eines Kindes nutzen und mit ihrer Hilfe Motivationen und Verhaltensmuster bewußter erkennen.

Der Sinn dieser Seiten ist es, Ihnen etwas mehr Klarheit zu bringen, so daß Sie Ihren Sohn besser verstehen und auf seinem Weg begleiten können. Wenn Sie die Texte mehrmals in zeitlichen Abständen lesen, kann Ihnen mancher Zusammenhang klar werden, der Ihnen beim ersten Durchlesen entgangen ist und Sie entdecken immer wieder neue Wesenszüge an Ihrem Sohn.



© 2001 SUNWORLD-Auswertung lizenziert für Birgitt Kraheck



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