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Radix - was ist das?
Eine kleine Einführung
in
die Symbolsprache des Horoskopes.
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Wenn Sie zum ersten Mal eine Radixzeichnung vor sich in der Hand halten, werden Sie wohl denken: Was soll ich denn damit anfangen? Sie erkennen nur einen Kreis mit vielen unbekannten Zeichen und Strichen. Hinzu kommen einige Tabellen, die Ihnen wohl auch nicht viel sagen werden. Versuchen wir doch gemeinsam etwas Licht in
das Dickicht der
astrologischen
Symbole zu bekommen, damit Sie mit Ihrer Radixzeichnung arbeiten
können. Abb.1 Aus Ihren Geburtsdaten (Datum, Zeit und Ort) werden, unter Berücksichtigung der jeweiligen Zeitzone, einer eventuellen Sommerzeit und den Ortskoordinaten (Länge- und Breitengraden), die einzelnen Horoskopfaktoren errechnet. Dies ist ein kompliziertes und zeitraubendes Unterfangen und wird heute zum Glück meistens vom Computer übernommen. Im Rechnen kann dieser uns Astrologen etwas vormachen, in der individuellen Deutung allerdings nicht, denn da fehlt ihm die nötige Intuition. Bei der Berechung eines Horoskopes ist es sehr wichtig, das die Angaben stimmen. Hier kommen wir zu der Frage: Warum ist die genaue Geburtszeit so wichtig. Nun, zum einen gibt es Planeten die sehr schnell wandern und ihre Positionen dadurch innerhalb eines Tages sehr verändern können. Der Mond ist hierbei unserer schnellster Kandidat. Zum anderen richtet sich die Berechnung der Horoskophäuser nach der Geburtszeit. Hier kann es schon bei einer halben Stunde Zeitunterschied zu markanten Verschiebungen kommen. (siehe Abbildung 2). Abb.2
Doch zurück zu unserem Radix. Wir erkennen einen Kreis der in 12 gleich große Teilbereiche zu je 30° eingeteilt ist. Diese 12 Bereiche sind die Tierkreiszeichen Widder, Stier, Zwillinge, Krebs, Löwe, Jungfrau, Waage, Skorpion, Schütze, Steinbock, Wassermann und Fische. Die Namen dieser Horoskopbereiche sind zwar an die Sternbilder angelehnt, dürfen aber nicht mit diesen verwechselt werden. Jedes Tierkreiszeichen steht für ein
spezifisches
Grundprinzip.
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Außerdem finden wir in der
Zeichnung noch
einen Innenbereich
mit 12 verschieden großen Feldern. Diese Felder werden auch
Häuser
genannt und stehen für verschiedene Lebensbereiche. Das 1.
Haus
beginnt immer mit dem Aszendenten. Es gibt für die Ermittlung der
Felder verschiedene Berechnungsarten. In unserer Region sind die
Häusersysteme
von Placidus und Koch am gebräuchlichsten.
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Innerhalb der Häuser stehen nun die Planeten, sowie Sonne und Mond. Diese entsprechen wiederum verschiedenen Grundprinzipien. Neben einigen Planetensymbolen finden wir das Zeichen R. Dies ist ein Hinweis auf eine Rückläufigkeit des Planeten. In Wirklichkeit läuft natürlich der Planet nicht rückwärts, sondern es sieht von uns aus zeitweise nur so aus. Für die Deutung ist dies aber ein wichtiger Hinweis, da sich die dem jeweiligen Planeten zugeordneten Eigenschaften verfärben.
Jedem Tierkreiszeichen und Haus wird nun entsprechend dieser Grundtendenzen ein Planet als Herrscher zu geordnet
Somit hat jedes Haus also einen ihm vom Wesen her verwandten Herrscher. Es kommt aber noch einer hinzu, nämlich der, der dem Tierkreiszeichen an seiner Häuserspitze zugeordnet wird. Diesen Planet nennt man auch Dispositor. Er selbst steht nun auch in einem Haus und verbindet dadurch wiederum diese beiden Lebensbereiche miteinander. Hierbei müssen auch wieder die Aspekte des Dispositor mit berücksichtigen werden. Hier wird noch einmal die Wichtigkeit der richtigen Geburtszeit (siehe oben) deutlich. Verschiebt sich die Geburtszeit, verschieben sich die Häuser, verändert sich somit gegebenenfalls das Tierkreiszeichen an der Häuserspitze und wir erhalten einen anderen Dispositor, in einem anderen Haus mit anderen Aspekten. |
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| Und zu guter letzt, um die Verwirrung komplett zu machen, finden wir in der Mitte des Horoskopbildes ein Liniengewirr, das einem durcheinandergeratenen Wollknäuel gleicht. Diese Linien stellen die Aspekte dar. Damit sind verschiedene Winkel gemeint, die die einzelnen Planeten bilden. Hierbei gibt es starke Hauptaspekte und schwächere Nebenaspekte. Einige wirken sich günstig = harmonisch, andere eher störend = disharmonisch aus.
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Die Tierkreiszeichen und Häuser werden in 4 Elemente und 3 Temperamente unterteilt. Überwiegt hier eine Kategorie oder fehlt eine völlig oder befindet sich alles im Gleichgewicht? Hier finden wir erste Hinweise für unsere Deutung. Die Quadruplizität und Triplizität
der
Tierkreiszeichen:
Das Grundprinzip der Quadruplizität und
Triplizität:
Die Achsen AC - DC (Haus 1 zu Haus 7) und IC -
MC (Haus 4 zu
10) teilen
das Horoskop in 4 Quadranten. Der 1. Quadrant (Haus 1 - 3) steht
für das Innen - Ich, der 2. Quadrant (Haus 4 - 6)
für
das Innen - Du, der 3. Quadrant (Haus 7 - 9 ) für
das Außen - Du, der 4. Quadrant (Haus 10 -12) für das
Außen - Ich. Der Quadrant mit den meisten Planeten zeigt
uns
die Grundeinstellung der Person. Ist er eher ein introvertierter,
nach innen gerichteter Mensch oder eher extrovertiert, an der
Außenwelt
interessiert. Beschäftigt er sich überwiegend mit seiner
eigenen
Person oder interessiert ihn überwiegend der andere Mensch, das Du
etc.? |
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| Wir erkennen somit, das
Tierkreiszeichen,
Häuser und
Planeten in einem engen Zusammenhang stehen und sozusagen miteinander
korrespondieren.
Diese „Kommunikation“ zu übersetzen ist die Aufgabe der
Astrologie.
Jetzt kennen wir die einzelnen Horoskopfaktoren und deren Bedeutung. Wie gehört aber das ganze zusammen. Nun, nachdem wir die einzelnen Konstellationen und deren Deutung gesammelt haben, beginnt erst die eigentlich Arbeit. Denn jetzt beweist sich, das die Astrologie eine Kombinationslehre ist. Wir müssen die vielen einzelnen Faktoren zu einem Ganzen zusammenfügen. Hierzu betrachten wir uns das Horoskopbild
zunächst
einmal im groben.
Wir erkennen die Häuser in denen sich Planeten befinden, teilweise
sogar mehrere im gleichen. Diese Felder = Lebensbereiche werden im
Leben
der entsprechenden Person eine größere Rolle spielen, als
Häuser
die unbesetzt sind. Nach dieser Grobeinschätzung beginnt dann
die Kombination
der Hinweise
auf Tierkreiszeichen und Häuser durch Planeten und Aspekte. Hierzu
ist neben dem Wissen der einzelnen Bedeutungen, Erfahrung und eine
große
Portion Intuition notwendig, damit sich ein klares Bild ergibt. |
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| Versuchen Sie es doch
einmal.
Es ist einfacher, wenn Sie sich zuerst die Mühe machen und alle aufgrund der einzelnen Horoskopfaktoren gewonnenen Deutungen hintereinander aufschreiben. Legen Sie sich ruhig eine eigene kleine Sammlung aus verschiedenen Deutungstexten (Büchern, Zeitschriften etc.) an. Z.B. Texte zu Sonne in Schütze, Sonne in Haus 6 usw. Dann sollten Sie versuchen, die gewonnenen Erkenntnisse nach Themenbereichen (Beruf, Gesundheit, Liebe) zu sortieren. Nehmen Sie sich danach jeden einzelnen Bereich vor, streichen Sie sich widersprechende Aussagen und markieren Sie sich bestätigten. Nach und nach werden sich dann die typischen Merkmale herauskristallisieren. Zu Beginn wird die Ausbeute vielleicht etwas mager ausfallen, aber Sie wissen doch: Übung macht den Meister. Ich wünsche Ihnen viel Spaß und Erfolg auf der Entdeckungsreise zu sich selbst. |
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